Die Hundehaftpflichtversicherung

Warum benötige ich eine Hundehaftpflichtversicherung?

Hunde können leicht eine Körperverletzung, z.B. durch einen Biss verursachen. Allein die Haltung dieser Tiere stellt eine potentielle Gefahr dar. Deshalb ist es für den Gesetzgeber unerheblich, ob den Tierhalter ein Verschulden trifft. Lediglich eigenes Verschulden oder Mitverschulden des Verletzten oder Geschädigten können die Schadenersatzansprüche einschränken oder ausschließen.

Deshalb ist die Hundehaftpflichtversicherung für Halter der genannten Tiere empfehlenswert. Werden durch einen Hund Personen verletzt oder entsteht ein Sachschaden, so können die Betroffenen, gem. § 823 BGB, Schadenersatz verlangen. Tierhalter haften mit ihrem gesamten Vermögen und mit ihrem Einkommen. Reduzieren Sie in Ihrem eigenen Sinne Risiken durch Abschluß einer Hundehaftpflichtversicherung.

Die Kosten aus Schadenersatzansprüchen sind nicht vorhersehbar. Bei Sachschäden hat der Tierhalter für die Reparatur oder den Ersatz aller betroffenen Gegenstände aufzukommen. Bei Verletzung von Menschen sind die finanziellen Auswirkungen häufig noch viel größer: Arzt-, Krankenhaus- und Pflegekosten, Verdienstausfall und Schmerzensgeld, mögliche lebenslange Renten für die Opfer oder Hinterbliebenen – wer die Aufsicht über den Hund hat, muss für den angerichteten Schaden aufkommen.

Wer ist in der Hundehaftpflichtversicherung versichert?

  • Die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers als Halter der in der Police aufgeführten Tiere
  • die gesetzliche Haftpflicht eines nicht gewerbemäßig tätigen Tierhüters. (z.B. ein Bekannter der auf den Hund "aufpasst", während Sie im Urlaub sind)

Welchen Schäden sind in einer Hundehaftpflichtversicherung versichert?

Bis zu den vertraglich genannten Höchstsummen (Deckungssummen) übernehmen die Haftpflichtversicherer die Schadenersatzleistungen bei:

  • Personenschäden (Verletzung, Tod)
  • Sachschäden (Beschädigung oder Zerstörung)
  • allen Vermögensschäden infolge Personen- oder Sachschäden (finanzielle Schäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens)
  • reinen Vermögensschäden, allerdings mit vielen Ausnahmen und mit eingeschränkten Deckungssummen (reine finanzielle Schäden, ohne dass ein Personen- oder Sachschaden vorangegangen ist. Beispiel: Man hat ein anderes Fahrzeug zugeparkt. Dadurch verpasst der Geschädigte einen wichtigen Termin, wodurch ihm nachweislich ein großes Geschäft platzt).

Wo gilt die Hundehaftpflichtversicherung?

Der Vertragsschutz der Hundehaftpflicht gilt im Inland. Vorübergehende Auslandsaufenthalte bis zu einem Jahr sind bei vielen Versicherern in der Hundehaftpflichtversicherung mit eingeschlossen.

Wann ist der Versicherungsschutz Ihrer Hundehaftpflichtversicherung gefährdet?

  • Gilt beim Ausführen von Hunden entsprechender Leinen- oder gar Maulkorbzwang und wurde gegen diese Verordnung evtl. verstoßen, dann können die Versicherer vom Versicherungsschutz zurücktreten.
  • bei falscher Angabe der Hunde-Rasse oder Anzahl der im Besitz befindlichen Hunde
  • die meisten Versicherer schließen den Versicherungsschutz für sogenannte Kampfhunde generell aus. Deshalb informieren Sie sich genau,ob der jeweilige Versicherer auch Ihre Hunderasse versichert. Wir listen im Vergleich alle nicht gewünschten Hunderassen zu jedem Versicherer auf.

Was leistet die Hundehaftpflichtversicherung?

  • Prüfung der Schadenersatzpflicht
    Nach einem Schadenfall prüft der Versicherer– natürlich auch im eigenen Interesse – ob der Kunde tatsächlich schadenersatzpflichtig ist.
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche
    Unberechtigte Ansprüche werden durch den Versicherer abgewehrt, wenn nötig auch vor Gericht. Anfallende Gerichts- und Anwaltskosten trägt die Versicherung.
  • Schadenersatzleistung berechtigter Ansprüche
    zum Beispiel:
    • Verursachung eines Verkehrsunfalls durch den Hund
    • Hund beißt einen Menschen